Adeptus-Technicus | ATEN KVM CS 1942 REVIEW
Aten, kvm, switch, diplayport, display port, mini display port, high end, dual monitor
2571
single,single-post,postid-2571,single-format-standard,ajax_updown_fade,page_not_loaded,
title

ATEN CS 1942 - Scroll down

 

Review: Aten CS 1942 Dual DisplayPort KVM Switch

19 Nov 2013, Geschrieben von Thomas in Technik
AtenCS1942 Blog Post

Wer einen tiefgehenden Test des Aten CS 1942 mit Messkurven und detaillierten Vergleichen erwartet, wird leider enttäuscht werden. Ich gebe einen kurzen Eindruck des Geräts in der Praxis ab. Ich verwende den Aten CS 1942 jetzt seit knapp 2 Wochen.

Mein Schreibtisch

Im Büro habe ich zwei Rechner, einen Core i7 3930k mit GTX 780 und Calculos. Diese betreibe ich an mit zwei Monitoren, dem Dell U2413 und einem Eizo S2433W jeweils im Dual Monitor Betrieb mit erweitertem Desktop.

Dazu habe ich ein Logitech Illuminated Keybord mit einer MX500 Maus und zusätzlich noch einen Space Pilot Pro. Diese drei Geräte und die beiden Monitore will ich an beiden Rechnern nutzen.

Also musste ein KVM Switch her. Da Monitor und Grafikkarte (Quadro K6000) eine 10bit Farbdarstellung beherrschen, fiel ein DVI Switch aus, da dies nur über DisplayPort möglich ist. Jetzt gibt es noch eine weitere Besonderheit bei der Verkabelung. Die Monitore hängen nur an einem DiplayPort-Ausgang, da der Dell einen DisplayPort-Out hat und das Signal an den Eizo weiterreichen kann. An sich eine feine Sache, die einem einige Kabel unter dem Schreibtisch erspart, zumal die GTX 780 auch nur über einen einzigen DisplayPort-Ausgang verfügt. Am anderen Rechner habe ich dafür acht, von denen ich nur einen nutze 😉

Dieses weiterreichen des Signals ist eigentlich ein Feature von DisplayPort 1.2. Zumindest funktioniert es nur, wenn man denn Dell Monitor auf DisplayPort 1.2 umstellt. Dummerweise unterstützt der KVM Switch laut Datenblatt nur den Standard 1.1. Eine Lösung wäre ein DVI auf DisplayPort Konverter für einen der DVI Ausgänge der 780. Jetzt ist es eine Sache aus einen DisplayPort Signal ein DVI Signal zu machen; dafür gibt es billige Adapter, die ich sogar dutzendweise im Büro habe. Ein DVI-Signal zu einem DisplayPort Signal „upzugraden“ ist schon was anderes. Dazu benötigt man einen aktiven Konverter, wie beispielsweise den Gefen GTV-DVIDL-2-MDP für knapp 200€.

Rückseite

Meine Hoffnung war nun, dass der KVM-Switch das trotzdem kann, und siehe da: Er kann es! Vielleicht liegt es auch daran, das die Monitore nur eine Auflösung von 1920 x 1200 haben, aber das kann ich jetzt nicht überprüfen, da ich keine höher auflösenden Monitore mit DisplayPort Ausgang zur Verfügung habe.

 

Wenn man das Gerät aus der Pappschachtel zieht erhält man Folgendes:

KVM Switch und Netzteil

4 x Audio Klinkenkabel (2x rosa; 2x grün)

1 x USB Kabel

4 x Mini Display-Port Kabel (2x 1m + 2x 2m)

Die Wahl der Kabel finde ich jetzt etwas merkwürdig, da mir außer den aktuellen MacBooks kein Gerät bekannt ist, das über einen Mini-DisplayPort verfügt. Selbst die K6000 hat „nur“ normale DisplayPort Ausgänge.

Was mir zuerst auffällt: die Aten untypische, billig wirkende Plastikkiste. Wir benutzen hier schon immer Aten Switches in den Büros, den Servern und den Rechnerracks. Alle haben bisher ein solides Metallgehäuse gehabt. Die Switches auf dem Schreibtisch hatten immer das helle Metall mit den dunklen Plastikecken und in den Racks waren schwarze Metallgehäuse verbaut. Das Teil hier wiegt fast nichts und der Kunststoff fühlt sich „billig“ an. Bei einem Preis von knapp 350€ kann man da mehr erwarten. Zumal die Fähigkeiten des Switches auch eher in der Profi-Ecke zu verorten sind. Ich weiß schon jetzt, dass ich bei der Plastikkiste ein schlechtes Gefühl haben werde, wenn ich sie auf einer Präsentation oder Messe einsetzen will und dann  zusätzlich ein zweites Ersatzgerät plus komplettes DVI Equipment mitnehmen werde. Das Design finde ich ziemlich übel. Der CS 1942 sieht wie ein etwas groß geratener Mac-Mini in der falschen Farbe aus. Ich wurde tatsächlich schon gefragt ob das ein neuer Mac-Mini sei?! Warum die Kiste jetzt so groß ist, weiß ich auch nicht.

Das Nächste, was mir auffiel waren die Sensortasten an der Front. Bisher hatten die Switches harte Tasten mit einem klar zu spürenden Druckpunkt. Allerdings funktionieren die Tasten tadellos und geben daher keinen Anlass zur Kritik. alternativ funktioniert „Rollen, Rollen, Kanal, Enter“ wie bei allen Aten-Geräten über die Tastatur. Man kann das Teil also auch unter den Schreibtisch schrauben. Es gibt auf der Vorder- und Rückseite einen zusätzlichen USB-Port. Am hinteren USB Port steckt im Moment der Space Pilot Pro und funktioniert einwandfrei an beiden Rechnern. Darüber hinaus gibt es noch zwei Klinkenbuchsen für Mikro und Kopfhörer.

Wozu das nun gut sein soll, kann ich auch nicht sagen. Einerseits überträgt das Display-Port-Kabel schon den Ton an den Monitor und man kann ihn auch dort abgreifen, andererseits sind die Zeiten von analogen Kopfhörern langsam vorbei. Vor allem bei Leuten die einen Dual DisplayPort Switch nutzen. Und wer jetzt teure, analoge Beyerdynamic Geräte verwendet, zieht diese vermutlich nicht analog extra durch einen Switch.

Beim Umschalten reagiert das Gerät schnell. Problematischer ist ja schon eher mein Dell U2413, der gerne mal in den Powersafe Modus geht, wenn er kurz kein Signal erhält, weil der andere Rechner gerade im Energiesparmodus den Monitor abgeschaltet hat. Dafür kann aber Aten nix!

Abschließend kann ich sagen, dass ich die Verarbeitungsqualität gegenüber den alten Geräten bescheiden und die Ausstattung mit 4 x Mini-DisplayPort, zumindest für mich, unpassend finde.

Ein großer Pluspunkt ist allerdings das korrekte Durchschleifen des zweiten Bildschirms über einen einzigen Port.

 

Meine Bewertung:

Verarbeitung

Ausstattung

Funktionalität

 

 

Beitrag schreiben